5. Juli 2018 Diskussion/Vortrag Prozessbeobachtung als antifaschistische Praxis

Information

Veranstaltungsort

Leo: 16. Kneipen- und Kulturkollektiv
Herwarthstrasse 7
48153 Münster

Zeit

05.07.2018, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

Zugeordnete Dateien

Der NSU-Prozess läuft nun im sechsten Jahr und trotz der „Zielgeraden“ hat seine Relevanz kein Stück abgenommen. Eine wichtige Rolle für die gesellschaftliche Wahrnehmung spielt die Prozessbeobachtung vieler engagierter Menschen, die die Prozesstage wahrnehmen, beobachten, beschreiben und Protokolle veröffentlichen. Dazu zählen auch wissenschaftliche, journalistische und persönliche Einschätzungen und Einordnungen des Prozesses. Im gesellschaftlichen Diskurs stehen zu diesem Thema oft Täter*innen im Mittelpunkt, ihre Namen sind bekannt, ihre Outfits werden besprochen und analysiert, ihre Lebens- und Liebesgeschichten werden erzählt. Doch die Perspektive der Betroffenen ist häufig weniger relevant.

Bei allen Prozessen zu Rechtsterrorismus, rassistischer und diskriminierender Gewalt spielt die Betroffenenperspektive jedoch eine besondere Rolle. Wir laden Vertreter*innen von NSU-Watch Deutschland ein uns von ihre Erfahrungen und Perspektiven zu berichten. Wie kann die Betroffenenperspektive von Opfern rechter und rassistischer Gewalt in Prozessbeobachtungen einfließen, Gehör finden und stets berücksichtigt werden?

Referentin: Prozessbeobachterin von NSU-Watch Deutschland


In Kooperation mit der Antifaschistischen Bildungsinitiative Münsterland

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0203 3177392