10. Dezember 2019 Diskussion/Vortrag Nach den Wahlen ist vor den Wahlen. Welchen Weg geht Israel?

Beziehungen der israelischen Regierung zu rechten Parteien und Bewegungen in Europa und den USA

Information

Veranstaltungsort

Solidarität International e.V.
Flurstraße 31
47057 Duisburg

Zeit

10.12.2019, 18:30 - 20:30 Uhr

Themenbereiche

Parteien / Wahlanalysen, Europa / EU, Palästina / Israel, Naher Osten

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In seinem Vortrag wird Shir Hever nicht nur einen Überblick über die bestehenden Allianzen der israelischen Regierung mit rechten Kräften in Europa und den USA geben, sondern auch die Hintergründe und den gegenseitigen Nutzen erläutern. In Europa steht die Rechte von AFD über Marine Le Pen bis hin zu Orban und Salvini hinter Israel, unbeschadet der Tatsache, dass diese gleichzeitig antisemitische Kampagnen unterstützen. Auf Aufmärschen von AFD und Pegida sehen wir immer wieder Israelfahnen.

In den USA sind es vor allem evangelikale Christen, die den Siedlungsausbau bedingungslos unterstützen und eine »Erlösung« des ganzen Landes fordern. Sie stehen mehrheitlich hinter Trump und gelten als treibende Kraft hinter der US-amerikanischen Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt und des Golan als israelisches Staatsgebiet, dazu als glühende Verehrer der rechts-nationalistischen Netanjahu-Regierung. Diese Allianzen werfen Fragen auf:
Welche Vorteile zieht die israelische Regierung aus diesen Kontakten? Braucht Netanjahu »rechte Freunde«, um zu zeigen, dass Israels Ansehen in der Welt nicht beschädigt ist? Demonstriert die Regierung so ihre Stärke? Oder ist dies vielmehr Ausdruck von Schwäche, der wachsenden Isolierung Israels?

Ist die Abschottungspolitik der israelischen Regierung gegenüber Flüchtlingen, die Unterdrückung der Palästinenser*innen und das jüngst verabschiedete Nationalitätsgesetz, das nur jüdischen Staatsbürgern ein Selbstbestimmungsrecht einräumt, ein Vorbild für die radikale Rechte? Fortschrittliche Kräfte in Israel, die sich für ein Ende der Besatzung einsetzen, werden immer stärker ausgegrenzt und unterdrückt. Wie können wir diese unterstützen?

Mit: Dr. Shir Hever, Wirtschaftswissenschaftler, Vorstandsmitglied der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden im Nahen Osten . Er ist Träger des diesjährigen Göttinger Friedenspreises.


In Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Duisburg, dem Friedensforum Duisburg und der Deutsch – Palästinensische Gesellschaft Rhein – Ruhr

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