3. Juni 2017 Diskussion/Vortrag Standing with Standing Rock

Widerstand gegen Pipelinebau

Information

Veranstaltungsort

Alte Feuerwache
Melchiorstraße 3
50670 Köln

Zeit

03.06.2017, 18:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe, International / Transnational, Gesellschaftliche Alternativen

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Der Ausbau von fossiler Infrastruktur beschleunigt den Klimawandel und zerstört Lebensgrundlagen. Der zivile Ungehorsam der Wasserschützer von Standing Rock gegen den Ausbau der Dakota Access Pipeline ist eine Inspiration für sozial-ökologische Kämpfe weltweit. Der Widerstand zeigt exemplarisch wie die Klimaproblematik Kämpfe für indigene Rechte, ökologische Lebensgrundlagen und politische Selbstbestimmung zusammenführen kann. Die Proteste gegen den Bau der Dakota Access Pipeline führten trotz brutaler Repression der Sicherheitsbehörden und der Unterstützung durch die Trump Regierung zu einer der größten Zusammenkünfte indigener Völker und verhindern bis heute die Fertigstellung des Projekts.

Wir werden über den Protest gegen den Bau der North Dakota Access Pipeline in der Standing Rock Reservation informieren:

Einerseits über die Risiken und Auswirkungen des Ölpipelinebaus, andererseits über die Erfahrungen und Perspektiven des Protestes.

Im Zuge einer internationalen Rundreise werden Aktivist*innen aus Standing Rock zu Gast in Köln sein, um mit Bildern einen lebendigen Vortrag zu halten und Fragen zu ihrem Widerstand beantworten. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Globale Klimakämpfe gegen Fossile Infrastruktur“ statt in der wir einen Austausch von Erfahrungen, Perspektiven, Protest- und Organisationsformen verschiedener internationaler Klimakämpfe anregen wollen.


Die Dakota Access Pipeline soll über 11.000 Meilen Öl von North Dakota nach Illinois (USA) leiten. Unter anderem auch durch das Standing Rock Indian Reservat, wo sich starker Widerstand entwickelte, der vor allem von Indigenen getragen wird. Trotz weltweiter Solidarität wurde das Protestcamp nach monatelangen Auseinandersetzungen im Februar geräumt. Doch der Widerstand geht weiter. Es berichten Lakota-Aktivist*innen aus Standing Rock und Sprecher*innen von weiteren indigenen Organisationen.


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe werden Aktivist*innen gegen den Ausbau fossiler Infrastruktur aus Nordamerika (Standing Rock), Kolumbien (Kohlemine El Cerrejon) und Frankreich (Flughafen Notre-Dame-de-Landes) in Köln von ihren Erfahrungen und Perspektiven auf ihre Klimakämpfe berichten.

Die Veranstaltungsreihe ist als Mobilisierung für die beiden bundesweiten Großaktionen massenhaften zivilen Ungehorsams von Ende Gelände im August und der internationalen Klimakonferenz (COP23) im November 2017 gedacht. Im Zeichen internationaler Solidarität soll diese Veranstaltung den Teilnehmer*innen ein Bewusstsein schaffen für die zerstörerischen Konsequenzen des globalen Ausbaus fossiler Infrastruktur, auch vor der eigenen Haustür im Rheinischen Braunkohlerevier, und konkrete Möglichkeiten für die Unterstützung verschiedener Protestformen globaler Klimakämpfe nahebringen.

Die Veranstaltung findet während eines dreitägigen Stops der Standing Rock Aktivist*innen im Rheinland statt und ist eingebettet in eine Vernetzungstour mit den Aktivist*innen im Hambacher Forst und im Rheinischen Braunkohlerevier.



Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit Ausgeco2hlt, Informationsbüro Nicaragua, buko, Allerwelthaus Köln, ila, Robin Wood

 

Standort