20. Juni 2018 Diskussion/Vortrag Bonn 50 Jahre nach 1968

Ein Abend mit Claus Proft

Information

Veranstaltungsort

MIGRApolis - Haus der Vielfalt
Brüdergasse 16-19
53111 Bonn

Zeit

20.06.2018, 19:30 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Geschichte

Zugeordnete Dateien

1967/ 68 ein irres Jahr der Revolution und des Aufbruchs gegen die autoritäre spießige Gesellschaft in der BRD. Das Jahr 1968 ist nicht nur ein besonderes revolutionäres Jahr der Studenten in Berlin: Vietnamkongress im Februar, das Attentat auf Rudi Dutschke am 11. April, Versuch, die Auslieferung der Bildzeitung ( Bild hat mitgeschossen ) in Berlin , Köln, Essen, München zu verhindern. Auch in Bonn hat es große überregionale Aktionen gegeben: Marsch auf Bonn am 11.Mai gegen die Notstandsgesetze. Am 7. November bekommt der Ex- Nazi und Bundeskanzler Kissinger eine Ohrfeige von Beate Klarsfeld. Diese Ohrfeige zeigte wie wenig der Nationalsozialismus in der BRD aufgearbeitet war. Der Kampf von 1968 war ein Kampf für eine offen demokratische Gesellschaft in der Bundesrepublik.

Heute, fünfzig Jahre nach 68, bestimmt die Ideologie des Neoliberalismus weithin das Denken und die Strukturen der Gesellschaft. Es wird auch wieder zunehmend ein national grundierter menschenverachtender Autoritarismus beschworen. Da sind eine Haltung des Widerstand und Ideen und Werte, die auf eine solidarisch- menschlichen Gesellschaft zielen, doch wieder sehr aktuell.

Claus Proft ist Teil der linken demokratischen Szene in Bonn und war 1968 Student an der Bonner Universität. Er wird über die Ereignisse des Jahres 68 in Bonn berichten. Wir werden anschließend den politischen Kontext für heute diskutieren.


In Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Bonn

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