5. September 2019 Diskussion/Vortrag "Ein Kampf wie David gegen Goliath"

Ein Reisebericht aus Venezuela von Andrej Hunko, MdB

Information

Veranstaltungsort

Waldhausen Astoria
Waldhausener Straße 14
41061 Mönchengladbach

Zeit

05.09.2019, 19:00 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Globalisierung, Anden, Mexiko / Mittelamerika / Kuba, Demokratischer Sozialismus

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Am Beispiel Venezuelas zeigt uns Andrej Hunko auf, nach welchem Muster die USA in Lateinamerika vorgehen, um Staaten zu destabilisieren und frei gewählte Regierungen zu stürzen versuchen. So wie sie es in Chile 1973 geschafft haben. Dazu hier in Auszügen* eine Veröffentlichung von Yván Gil (Vizeaußenminister der Bolivarischen Republik Venezuela).

Über die Auswirkungen der Blockade, die Demokratie Venezuelas und die Verteidigung des Völkerrechts. "Seit 20 Jahren, seit der Comandante Hugo Chávez und das Volk Venezuelas 1999 die Regierung übernommen haben, führen wir einen Kampf, in dem es nicht um das Schicksal einer Regierung oder des Präsidenten Nicolás Maduro geht. In Venezuela steht viel mehr auf dem Spiel. Es geht darum, dass unser Land über die größten Erdölreserven des Planeten verfügt. Bestätigt ist auch, dass Venezuela mindestens die viertgrößten Goldreserven der Welt hat – wahrscheinlich werden wir in den kommenden Jahren sogar zertifizieren können, dass es sich um die zweitgrößte Reserve handelt. Es gibt auch wichtige Vorkommen an Diamanten, Wasser, verschiedenen Mineralien, eine gute Infrastruktur und fruchtbare Ländereien. Venezuela liegt außerdem am geopolitisch wichtigsten Punkt des amerikanischen Kontinents, in seinem Zentrum mit Zugang zum Atlantischen Ozean und zur Karibik.

Hunger  zur Aufgabe zu zwingen. Wir sollen aufgrund fehlender Ressourcen kapitulieren müssen. Sie wollen unsere Ökonomie zerstören. Wir haben es mit einer zutiefst antidemokratischen und korrupten Opposition von bourgeoisem Klassencharakter zu tun. Und mit dem nordamerikanischen Imperium, das entschieden hat, die bolivarische Regierung zu stürzen. In Lateinamerika haben hinter Staatsstreichen immer die USA gestanden. Doch heute stehen sie nicht hinter dem Putschversuch in Venezuela, sie stehen an seiner Spitze. Das haben die Sprecher der US-Administration ganz öffentlich gesagt. Und leider ist das weltweite politische System eingeschüchtert, paralysiert, und nicht in der Lage, das Banner des Völkerrechts zu erheben und sich gegen die Position der Vereinigten Staaten zu positionieren. Es ist einfach bequemer und einträglicher, sich an der Verletzung des Rechts und der Grund- prinzipien zu beteiligen, die doch von allen Nationen beachtet werden müssen." * Junge Welt vom 24.07.2019

  • Im Anschluss zeigen wir den Film „Im Feuer bestanden“  über den Militärputsch in Chile – (1973.)


In Kooperation mit dsem Rosa-Luxemburg-Club Mönchengladbach und SDJ - Die Falken MG

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