Nachricht | Deutsche / Europäische Geschichte Russland erfahren – Annäherungen an einen entfremdeten Nachbarn

DIE REISE IST AUSGEBUCHT!! Bildungsreise nach Moskau und Wolgograd vom 8. Oktober bis zum 21. Oktober 2019

Der Krieg in der Ostukraine, die Annexion der Krim: Russland scheint auf imperialen Gleisen zu fahren. Oppositionelle im Land werden jenseits rechtsstaatlicher Verfahren verfolgt, sexuelle und ethnische Minderheiten ebenso – kurz, unser Bild von Russland ist nicht gut. Und die Geschichte der Sowjetunion hat gespaltene Bewertungen und Gefühle hinterlassen. Dahinter tritt dann zurück, dass die Beziehung der Menschen in Russland zu Deutschland nachhaltig durch das Erlebnis des 2. Weltkriegs geprägt ist.  Doch wer Russland verstehen will, wird schnell mit dem Verdikt „Putinversteher“ belegt.

Grund genug, sich einmal intensiver mit der Politik, der Wirtschaft und dem gesellschaftlichen Leben im Russland heute zu befassen und zu versuchen, etwas vom täglichen Leben in diesem Land zu erfahren. Auf der Fahrt über die Wolga von Moskau nach Wolgograd wollen wir uns dem fremden Nachbarn annähern. Auf der Fahrt werden wir zahlreiche Städte besichtigen. In Seminaren werden wir uns mit den historischen und aktuellen Fragen der deutsch-russischen Beziehungen und der russischen Gegenwart beschäftigen. In Moskau werden wir mit Gesprächspartnern unter anderem aus dem Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung sprechen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen sich während der Reise sowohl mit historischen als auch zeitgenössischen Themen. Die russische Entwicklung der vergangenen 30 Jahre ist von tiefgreifenden Umbrüchen und Widersprüchen geprägt: Die Auflösung der Sowjetunion und die Einführung des Kapitalismus sowie die Konsolidierung der Herrschaftsverhältnisse unter Putin. Diese Entwicklungen sind wichtig für das Verständnis der vielfältigen Nationalitätenkonflikte im post-sowjetischen Raum, der Entstehung der Oligarchie und der oft undurchschaubar erscheinenden Herrschaftsverhältnisse im Land. Ein weiteres Thema wird das sich wandelnde deutsch-russische Verhältnis und die sich verändernde europäische Sicherheitsarchitektur seit den 1990er Jahren sein.

In Russland nimmt die Erinnerung an den 2. Weltkrieg nach wie vor einen großen Raum ein. Besonders in Wolgograd lässt sich dies eindrucksvoll beobachten. Dem gegenüber spielt die Auseinandersetzung mit dem Stalinismus bis heute eine eher untergeordnete Rolle. Die Auswirkungen beider Entwicklungen auf die russische Gesellschaft und aktuelle Versuche, diese zu thematisieren, sind ein wichtiges Thema der Reise.

Der Preis, inkl. Flug von Deutschland nach Moskau, Schiffsfahrt, Unterbringung, Vollpension, Rückflug von Wolgograd-Moskau-Deutschland beträgt:

  • Doppelkabine Hauptdeck: 1.700 Euro
  • Doppelkabine Oberdeck: 1.750 Euro
  • Doppelkabine in Einzelnutzung: 2.550 Euro

Weitere Informationen 

 Anmeldungen bitte an unser Büro post@rls-nrw.de


In Kooperation mit Arbeit und Leben NRW