Beschreibung
2014 wurde das «Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung» dank des Engagements zahlreicher Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Gewerkschafter*innen in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes im Sinne der UNESCO aufgenommen.
In vielen sozialen Bewegungen wird mit politischen Liedern der Wut auf Unterdrückung und Ausbeutung und dem Wunsch nach internationaler Solidarität, Frieden und Gerechtigkeit sowie der Hoffnung auf eine bessere Welt gemeinsam Ausdruck verliehen. Unter musikalischer Begleitung werden wir Arbeiter- und Protestlieder aus verschiedenen Ländern und Zeiten singen und ihre Geschichte und ihren politischen Kontext kennenlernen. Wir möchten uns darüber austauschen, welche Funktion das Singen solcher Lieder für uns persönlich hat und welche Erfahrungen wir damit bei Demonstrationen oder anderen Protestaktionen gemacht haben. An ausgewählten Beispielen setzen wir uns mit patriarchalen Männerbildern auseinander. Es gibt Gelegenheit, Lieder um und neu zu schreiben und gemeinsam zu erproben.
Dazu braucht es weder perfekte Gesangstechnik noch Arbeiterbewegungspathos, es reichen Neugier und die Lust zu singen.
Referent*innen
◾ Kai Degenhardt, Liedermacher und Autor des Buchs «Wessen Morgen ist der Morgen? Arbeiterlieder und Arbeiterkämpfe in Deutschland» (Köln 2023)
◾ Joachim Hetscher, Politikwissenschaftler und Songwriter des Duos «Cuppatea»
◾ Sigrun Knoche, Publizistin und Sängerin des Duos «Cuppatea»
◾ Seminarleitung: Melanie Stitz, Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW
Teilnahmebeitrag voraussichtlich (wir bemühen uns um zusätzliche Förderung):
- 600 Euro im EZ / 520 Euro im DZ
- 400 Euro im EZ / 320 Euro im DZ für Studierende und Teilnehmer*innen mit geringem Einkommen
- Bitte beachten: Wir vermitteln keine Zimmerpartner*innen – Unterbringung im DZ daher nur bei Anmeldung zu zweit.
- Jeweils 3 Zimmer teilen sich ein Bad. Jedes Zimmer ist mit einem Waschbecken ausgestattet.
Der Teilnahmebeitrag enthält Unterkunft und Verpflegung (Vollpension). Die An- und Abreise ist selbst zu organisieren.
Anerkennung als Bildungsurlaub:
Das Seminar ist gesetzlich anerkannt als Bildungsurlaub in NRW. Gerne holen wir auf Wunsch auch für andere Bundesländer die Anerkennung / Freistellung ein (ausgenommen Bremen).
Eine Veranstaltung von Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS e.V.
Standort
Kontakt
Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen
E-Mail: post@rls-nrw.de
Telefon: 0203 3177392