Beschreibung
Im Rahmen des Antikriegstages zeigen wir den Film «Draußen vor der Tür» in der Version von 1960 (75min., FSK12, Film-Trailer).
Basierend auf einem Theaterstück von Wolfgang Borchert (1921–1947) zeigt der Film die Rückkehr eines ehemaligen deutschen Soldaten von der Ostfront nach dem Zweiten Weltkrieg und die ernüchternden Realitäten der Entnazifizierung und der «Friedenszeit».
Im Zentrum der Handlung steht der deutsche Kriegsheimkehrer Beckmann, dem es nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft nicht gelingt, sich wieder ins Zivilleben einzugliedern. Während er noch durch die Erfahrung des Zweiten Weltkriegs geprägt ist, haben seine Mitmenschen die Vergangenheit längst verdrängt. Auf den Stationen seiner Suche nach einem Platz in der Nachkriegsgesellschaft richtet Beckmann Forderungen nach Moral und Verantwortung an verschiedene Personentypen, Gott und den Tod. Am Ende bleibt er von der Gesellschaft ausgeschlossen und erhält auf seine Fragen keine Antwort.
Sowohl die Radioausstrahlung als auch die Bühnenpremiere von «Draußen vor der Tür» – laut Untertitel «Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will» – wurden große Erfolge. Viele Zeitgenossen konnten sich mit Beckmanns Schicksal identifizieren.
Borcherts Stück wurde als Aufschrei einer zuvor schweigenden jungen Generation gewertet und gilt heute als eines der wichtigsten Nachkriegsdramen. Obwohl in späteren Jahren vermehrt inhaltliche und formale Schwächen kritisiert wurden, blieb «Draußen vor der Tür» ein oft inszeniertes und in seiner Buchausgabe viel gelesenes Theaterstück.
Eine Veranstaltung von: Rosa-Luxemburg-Club Mönchengladbach in Kooperation mit dem Mönchengladbacher Friedensbündnis und der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW
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