Beschreibung
Gigantische Vermögenszuwächse auf der einen, die Zunahme von prekären Lebensverhältnissen auf der anderen Seite – die wachsende Kluft zwischen Reichtum und Armut ist nicht zu übersehen. Die Kassen besonders der Kommunen und der Sozialsysteme sind an ihre Grenzen gelangt, (fast) jede(r) Einzelne spürt das. Trotzdem: Geld ist genug da! In kaum einem anderen Land wird Arbeitseinkommen so hoch und Vermögen so niedrig besteuert wie in Deutschland.
Nichts scheint heute für die Reichen und Superreichen in Deutschland unmöglich, um sich einer Beteiligung an den gesellschaftlichen Kosten zu entziehen: Milliardenvermögen werden steuerfrei vererbt, eine umfassende transparenten Offenlegung ihrer Vermögensdaten können sie vermeiden, Cum-Ex Kriminelle bis in höchste Regierungsämter werden allenfalls zurückhaltend verfolgt uvm.
Eine differenzierte Bestandsaufnahme dieser gesellschaftlichen Gerechtigkeitslücke unternimmt seit Jahren das «Netzwerk Steuergerechtigkeit»: Zugängliche Daten werden zusammengestellt und die Möglichkeiten einer grundsätzlichen Verbesserung des deutschen Steuersystems hin zu einer sozialeren und ökologischeren Ausrichtung der öffentlichen Finanzen werden untersucht.
Zuerst die Faktenlage: Wie groß sind die Milliardenvermögen? Warum gibt es bei uns keine Vermögenssteuer wie etwa in der Schweiz? Weitere Stichworte sind Erbschaftssteuer, Spitzensteuersatz, Steuerflucht, Steuerhinterziehung und Geldwäsche.
Dann noch die Fragen: Sind die staatlichen Institutionen in der Lage eine solche Umgestaltung des Steuersystems durch- und umzusetzen? Ist der entsprechende politische Wille und der öffentliche Druck vorhanden?
Die Referentin Michaela Alka stellt das «Jahrbuch Steuergerechtigkeit 2025» vor, erläutert die wichtigsten Handlungsoptionen und stellt sie zur Diskussion.
Michaela Alka, wissenschaftliche Referentin beim Netzwerk Steuergerechtigkeit, hat einen LL.M. in europäischem und internationalem Wirtschaftsrecht von der Ludwig-Maximilians-Universität München und einen Bachelor in Jurisprudence (Rechtswissenschaften) von der University of Oxford.
Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Clubs Bielefeld und der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW
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