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4. Mai 2026: Seminar : Kritische Theorie des neuen Faschismus

Lesekreis «Kritische Theorie»

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Bürgerwache am Siegfriedplatz
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld

Zeit
04.05.2026, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Rassismus / Neonazismus, Gesellschaftstheorie, Kapitalismusanalyse

Beschreibung

Kritische Theorie des neuen Faschismus

Anhand des Buches „Dieser Drang nach Härte – Über den neuen Faschismus“ der Philosophin Eva von Redecker wollen wir uns im Lesekreis mit faschistischen Tendenzen in der Gegenwartsgesellschaft auseinandersetzen. Redecker sieht das Wesen des neuen Faschismus in einem unbedingten Besitzanspruch, der mit Gewalt verteidigt wird. Mit dieser Analyse gibt das Buch zugleich Hinweise für antifaschistische Gegenstrategien.

Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Und doch laufen die Analogien zur Zeit des Nationalsozialismus ins Leere, denn der Faschismus der Gegenwart hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. Laut Redecker brauche es einen Begriff des Faschismus, der nicht nur den Schrecken ausdrückt, sondern auch die Politikform erfasst, die diesen ermöglicht.

Im Anschluss an die ältere Kritische Theorie sieht die Autorin einen Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Faschismus. „Was den Faschismus im Kern ausmacht, ist, dass er den Exzess dessen zelebriert, was schon der bürgerlichen Gesellschaft heilig ist: das Eigentum.“ Als Besitz gelten ihm nicht nur materielle Dinge, sondern auch ideologische Objekte wie die Nation, die Familie, die deutsche Sprache, der Verbrennermotor oder der Heizungskeller. Wer dies infrage stellt, wird als Dieb gebrandmarkt und bekämpft.

Es breitet sich eine Härte aus in der Gesellschaft, die Härte des entfesselten Eigentums. Der Faschismus entsteht als Drang nach dieser Härte. „Man erkennt den Faschismus an eingeheimster Souveränität und Eigentumsrausch. Er proklamiert den Ausnahmezustand, um seine Ansprüche, die meist durch vergangene Gewalt vorgezeichnet sind, zu verteidigen.“

Der Lesekreis

  • trifft sich 14-tägig montags von 19 bis 21 Uhr ab dem 20.4.2026 bis zum 10.8.2026.
  • wird moderiert von Klaus Kock (Rosa Luxemburg-Club Bielefeld).
  • diskutiert das Buch abschnittsweise nach individueller Lektüre vor dem jeweiligen Treffen. Theoretische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 20 begrenzt. Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bis zum 15. April 2026: rosalux.bielefeld@t-online.de


Veranstaltung von: Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0203 3177392

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