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2. Oktober 2026: Film : Kurdische Filmtage Bielefeld

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Kino Lichtwerk
Ravensberger Park 7
33607 Bielefeld

Zeit
02.10.2026, 18:00 - 16.10.2026, 20:00 Uhr
Themenbereiche
Migration / Flucht, Krieg / Frieden, Westafrika, Libanon / Syrien / Irak, Türkei
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Kurdische Filmtage Bielefeld

Die Kurdischen Filmtage in Bielefeld machen 2026 zum dritten Mal in Folge kurdisches Filmschaffen in seiner ganzen emotionalen, politischen und künstlerischen Bandbreite sichtbar. Zwei Regisseur:innen werden ihre Werke persönlich vorstellen.

Insgesamt werden vier kurdische Filme gezeigt, ergänzt durch einen besonderen Beitrag, der in Kooperation mit Afrika Wakati e.V. zum Abschluss der Filmtage präsentiert wird. Die Filmtage bieten damit einerseits Einblicke in kurdische Lebensrealitäten, Geschichte und Gegenwart und öffnen zugleich den Blick für globale Perspektiven auf Identität, Zusammenhalt und Widerstand.

Programm

▸Freitag, 2.10.2026, 18 Uhr
«The Virgin and Child» & Empfang der Regisseurin Bêrîvan Binevşa zur Eröffnung
Avesta, eine junge kurdisch-êzîdische Frau und IS-Überlebende, befindet sich in Brüssel und sucht Gerechtigkeit gegenüber dem Mann, der sie einst versklavte. Während sie ihre dunkelsten Erinnerungen aufarbeitet und sich mit der Last eines ungewollten Kindes auseinandersetzt, kämpft Avesta unerbittlich darum, gehört zu werden – koste es, was es wolle. Die kurdische Filmregisseurin Binevşa Berivan inszeniert ein intensives Drama über Trauma, Widerstandskraft und die unerschütterliche Suche nach Gerechtigkeit. (OmU: mit englischen Untertiteln)
Infos & Tickets

▸Sonntag, 4.10.2026, 15 Uhr
«Hêza»
Der Dokumentarfilm Hêza von Derya Deniz erzählt die Geschichte der Êzîdin Suad Murad Xelef (Hêza), die zusammen mit 25 Mitgliedern ihrer Familie beim IS-Genozid vom 3. August 2014 verschleppt wurde. Ihr gelingt es zu fliehen und zu einer Kommandantin der YJŞ (Fraueneinheiten Şengals) zu werden. Als Kommandantin ist sie an der Befreiung der Hauptstadt des selbsternannten IS-Kalifats Raqqa beteiligt. Der Dokumentarfilm wurde in Nord- und Ostsyrien, Raqqa und Şengal gedreht und entstand im Rahmen eines einjährigen Projektes der Filmkommune Rojava. (OmU: mit deutschen Untertiteln)
Infos & Tickets

▸Freitag, 9.10.2026, 18 Uhr
«Bekas»
Kurdistan, Irak 1990: Die Brüder Zana und Dana leben als Waisenkinder auf der Straße. Als eines Tages „Superman“ im örtlichen Kino gezeigt wird, klettern die beiden auf ein Dach, um einen Blick auf den größten Helden aller Zeiten zu erhaschen. Von da an wird Amerika zur „Stadt ihrer Träume“. Schließlich machen sie sich auf dem Rücken eines Esels mit einer Landkarte, Brot und Wasser auf den Weg. „Bekas“ ist ein spannender Spielfilm, der Perspektiven erweitert, Einblick in andere Lebenswelten schafft und dabei Kinder und Jugendliche immer wieder in den ihnen bekannten Gefühlen anspricht. (OmU: mit deutschen Untertiteln)
Infos & Tickets

▸Sonntag, 11.10.2026, 15 Uhr
«Bir Kar Tanesinin Ömrü» (Die Lebensdauer einer Schneeflocke) & Empfang des Regisseurs Kazım Öz
Wie schwer ist eine Schneeflocke? Und wie lange dauert ihr Lebenszyklus? Schmilzt sie, sobald sie den Boden berührt? Oder kann die Zeit sie in seiner winzigen Kapsel einfrieren? In Trabzon, einer türkischen Stadt am Schwarzen Meer, fällt in den letzten Herbsttagen Schnee wie nie zuvor, die Straßen sind gesperrt. Miase und Adar, die dieselbe Schule besuchen, sich aber noch nie zuvor getroffen haben, treffen zufällig an einer Bushaltestelle aufeinander und warten auf denselben verspäteten Bus. Sie verlieben sich auf den ersten Blick. Aber Miase ist die Tochter einer einheimischen türkischen Familie, während Adar der Sohn einer kurdischen Familie aus Hakkari ist. Die beiden schwänzen den Unterricht, treffen sich jeden Tag, gehen stundenlang spazieren und leben einunddreißig Tage lang eine romantische Liebesgeschichte. In der Silvesternacht verschwindet Adar. Miase macht sich auf den Weg nach Dersim, um Adar zu finden. (OmU: mit deutschen Untertiteln)
Infos & Tickets

▸Freitag, 16.10.2026, 17 Uhr
«Épines du Sahel» ( Die Dornen der Sahelzone)
Die junge Naïma verliert bei einem brutalen Terroranschlag ihre Eltern und ihr Gehör. Seit diesem traumatischen Tag hat sie nur ein Ziel: ihren damals verschwundenen Bruder Saïd wiederzufinden. Ihre unermüdliche Suche führt sie schließlich in ein überfülltes Geflüchtetenlager mitten in der Sahelzone. Doch das hochemotionale Wiedersehen nimmt eine tragische Wendung: Saïd hat sich ausgerechnet den Terroristen angeschlossen, die einst das Leben ihrer Familie zerstörten.
Regisseur Boubakar Diallo wirft mit diesem fesselnden Spielfilm aus Burkina Faso einen ungeschminkten, aber zutiefst menschlichen Blick auf die verheerenden Folgen des Extremismus für die Zivilbevölkerung. Ein cineastisches Highlight, das nach seiner gefeierten Premiere auf dem renommierten afrikanischen Filmfestival Fespaco nun auch unser Publikum bewegen wird. (OmU: Französisch mit englischen Untertiteln)
Infos & Tickets


Organisiert von Initiative Frieden und Hoffnung e.V., in Kooperation mit Afrika Wakati e.V., Volkshochschule Bielefeld und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, unterstützt durch Sparkasse Bielefeld

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0203 3177392

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