Beschreibung
Pornografie ist ein Massenmedium und gehört mit einem weltweiten Jahresumsatz von rund 97 Milliarden Dollar zu den einflussreichsten und beliebtesten Industrien der Welt. Ihr wird häufig eine aufklärerische Funktion zugeschrieben, die als Gegenentwurf zu den Bevormundungen früherer Jahrzehnte zur Befreiung der Sexualität beitragen soll.
Gleichzeitig steht Pornografie seit ihrer Entstehung als Massenmedium unter scharfer Kritik: Während konservative Stimmen vor allem die (öffentliche) Darstellung von Sexualität beanstanden, liegt der Fokus feministischer Kritik auf der strukturellen Ausbeutung von Frauen in der Pornoindustrie, denn in einem patriarchalen System reproduziert Pornografie meist ebenjene patriarchalen Erzählungen und Wünsche.
In unserem Workshop nähern wir uns dem Thema auf mehreren Ebenen. Wir analysieren Daten und Statistiken und bieten einen kritischen Überblick über die Bedeutung und Auswirkungen der herrschenden Zustände, stets unter Miteinbezug der Aussagen von Darsteller:innen.
Im zweiten Teil widmen wir uns dem Konzept der feministischen Pornografie. Gemeinsam erarbeiten wir die Frage, ob und unter welchen Bedingungen eine solche existieren kann – oder ob sie letztlich ein Trugbild bleibt.
Ziel des Workshops mit dem Keine Liebe Kollektiv (Wien) ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass ein feministischer Zugang zur Sexualität – auch im Sinne einer sogenannten Sexpositivität – eine kritische Auseinandersetzung mit der Pornoindustrie zwingend miteinschließen muss.
Der Workshop ist kostenfrei. Damit wir eine Übersicht haben, wie viele Leute kommen, bitten wir euch um eine Anmeldung per Email an: fuereinendedergewalt@riseup.net Ihr könnt aber auch spontan kommen.
Eine Veranstaltung von Bündnis für ein Ende der Gewalt Aachen, und Arbeitskreis Politik der katho Aachen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW
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Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen
E-Mail: post@rls-nrw.de
Telefon: 0203 3177392