Dokumentation Revolutionärer Literaturproduzent – Erinnerungen an Frank Benseler

Mitschnitt der Vorträge von Dr. Rüdiger Dannemann und Prof. Dr. Francesca Vidal

Information

Zeit

24.02.2022

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Gesellschaftstheorie

In einer Gedenkveranstaltung, durchgeführt vom Linken Forum Paderborn in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung NRW, erinnerten Weggefährt*innen an den am 22. Dezember 2021verstorbenen Frank Benseler (geb. 1929 in Remscheid).

Prof. Dr. jur. Frank Benseler kam 1957 als Jurist zum Luchterhand Verlag und baute dort ab 1960 über fünfzehn Jahre die literarische Grundlage der bis dahin verfemten Soziologie auf. Grundschriften von Durkheim, Lukács und Mannheim, aber auch Parsons, Gehlen und Habermas erschienen unter seiner Regie.

Seit 1962 war Benseler Cheflektor. Die Reihe „Soziologische Texte“, in der auch Bestseller wie „Der eindimensionale Mensch“ von Herbert Marcuse erstmals erschienen, baute er auf 103 Titel aus. Er förderte unzählige Autor*innen, darunter Anna Seghers, die Gesammelten Schriften von Georg Lukács gab er heraus.

Von 1972 bis zu seiner Emeritierung 1994 hatte Benseler den Lehrstuhl für Literatursoziologie und Geschichte der Soziologie an der Gesamthochschule Paderborn inne. Er gehörte zu den engagiertesten Weggefährten von Arno Klönne, des Gründers des Linken Forums.

In ihren Vorträgen geben Dr. Rüdiger Dannemann (Vorsitzender der Internationalen Georg-Lukács Gesellschaft) und Prof. Dr. Francesca Vidal (Universität Koblenz-Landau; Präsidentin der Ernst-Bloch-Gesellschaft) mit persönlichen Rückblicken nicht nur Einblicke in das Leben und Werk des revolutionären Literaturproduzenten, sondern zeichnen auch ein Bild des Menschen und Lehrers Frank Benseler. Dieses Porträt wird durch Dr. Ulrich Gausmann, der den Austausch moderierte, ergänzt.