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Publikation : „Es reicht“

Der gesellschaftliche Reichtum ist größer denn je – man könnte meinen: Es reicht – wäre er nicht so ungleich verteilt. LuXemburg 2/2013

Wichtige Fakten

Reihe
Zeitschrift „Luxemburg“
Erschienen
Juli 2013
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Details

Längst geht es nicht mehr nur um Geld – das aus den südlichen Krisenländern in den reichen Norden fließt, und aus den öffentlichen Haushalten in private Hände. Auch politische Souveränität, demokratische Kontrolle, Macht werden innerhalb der EU und in den Mitgliedsländern umverteilt. Mit der Austrocknung des Öffentlichen verschiebt sich außerdem der Zugang zu den Grundlagen eines guten Lebens: Gesundheit, Bildung, Wohnen – und die Verteilung von Arbeit und Zeit, auch zwischen den Geschlechtern. Umverteilung findet nicht nur von unten nach oben statt, sondern auch innerhalb einer Klasse: Gender-Pay-Gap und Elterngeld –  aber auch von kleinem zu großem Kapital.

Umverteilung ist wesentliche Voraussetzung eines linken Projekts. Und doch verfangen Umverteilungskampagnen kaum. Liegt es an der Oben-unten-Logik, dass so wenige mitmachen? Ist es die passivierende Ansprache, die mit der Forderung von oben nach unten umzuverteilen verbunden ist? Und wie könnten Bündnisse aussehen, die diese Logik überwinden, die Umverteilungsfragen mit Transformationsfragen verschränken?

LuXemburg 2/2013 fragt nach Kräfteverhältnissen und Konstellationen, die Einstiege in einen solchen Umbau öffnen können: Wie kann der vermeintliche Gegensatz zwischen ökologischem Wandel und sozialer Frage überwunden werden? Wie die Spaltung zwischen gewerkschaftlichen Forderungen nach höheren Löhnen und einer Kritik am herrschenden Wachstumsmodell?

Inhalt:

Umverteilt

  • Sabine Reiner Rückverteilen!
  • Ute Scheub und Yvonne Kuschel Beschissatlas
  • Ueli Mäder Almosen, nein danke!

Umfairteilen

Euro-Exit?

  • Michael Brie Die Macht der Schwachen
  • Frederic Heine und Thomas Sablowski Der deutsche Machtblock in der europäischen Krise

Sozialismus & Feminismus

Re:Organisieren

LuXemburg-Online

#occupygezi

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