25. September 2023 Ausstellung/Kultur Ausstellung: „1933 – Niemals vergessen!“

Die nationalsozialistische Machtdurchsetzung und der Terror gegen die Arbeiter:innenbewegung in Wuppertal

Information

Veranstaltungsort

Universitätsbibliothek
Gaußstr. 20
42119 Wuppertal

Zeit

25.09.2023, 15:00 - 12.10.2023, 18:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus

Zugeordnete Dateien

Ausstellung: „1933 – Niemals vergessen!“

Auch 90 Jahre nach der Machtübernahme der NSDAP wissen wir erstaunlicherweise nur wenig über die lokalen Ereignisse. Nach wie vor wird die Stärke der Wuppertaler NS-Bewegung unterschätzt. Wer weiß schon von den mindestens 29 im Stadtgebiet verteilten SA-Heimen und SA-Kasernen, die die Arbeiterviertel bedrohten? Wer kennt die Standorte der Polizeigefängnisse, wo residierte die Politische Polizei und die Gestapo? Wo wurde gefoltert und misshandelt. Welche Bedeutung hatten die Nachrichtendienste von SA und SS? Wie agierten die Politische Polizei und die Schutzpolizei im Zusammenhang mit den Aktionen der SA und SS?

Wir möchten mit dieser Ausstellung die NS-Verfolgten und Widerstandskämpfer:innen würdigen und ihre Leidens- und Kampfgeschichten erzählen. Wir rekonstruieren die lokale Topographie des NS-Terrors und die Namen der NS-Täter:innen. Wer waren die Anführer der SA und SS? Wer verantwortete die ersten Verbrechen der Politischen Polizei und der Schutzpolizei? Wer arbeitete für die Nachrichtendienste der SA und SS? Wer verantwortete die Morde an den 20 Antifaschist:innen? Wer organisierte die Boykottaktionen gegen jüdische Geschäfte, Einheitspreisgeschäfte, Warenhäuser und Konsumläden?

Ein zentraler Bestandteil der Ausstellung sind die Lebensgeschichten der 20 Menschen, die in dem sehr kurzen Zeitraum von März 1933 bis Ende Juli 1933 in Wuppertal von SA und SS-Männern z.T. am helllichten Tag ermordet oder aus ihren Wohnungen gekidnappt und später getötet wurden.

Wir möchten uns mit dieser mobilen Ausstellung gezielt in die Stadtteile und Quartiere zu einer historisch-politischen Spurensuche begeben. Unsere Adressat:innen sind insbesondere die Bewohner:innen der Quartiere und die anliegenden Schulen, Gemeinden und Vereine. Mit der Ausstellung streben wir eine Rekonstruktion der im Stadtgedächtnis vergessenen Verfolgungsorte und Verfolgten-Gruppen an. Angedacht sind auch Stadtteilbroschüren mit Stadtteilquiz und speziellen Arbeitsblättern für die Schulen, aber auch temporäre Gedenkinstallationen, die vielleicht dafür sorgen, dass das Schicksal der ein oder anderen Widerstandskämpfer:in aus dem Viertel in Erinnerung bleibt.

  • Ausstellungseröffnung am 25. September 2023, 15 Uhr
    mit Prof. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, Prof. Heinz Sünker, Ulrich Jacobs, GEW Stadtverband Wuppertal, Dr. Dieter Nelles, Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal und einer Vertreter:in des AStA der Bergischen Universität Wuppertal
    Musik: Ulrich Klan


Die Veranstaltungsreihe „1933 Niemals vergessen!“, organisiert vom Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V. mit verschiedenen Kooperationspartner*innen, gedenkt den frühen Opfern der SA in Wuppertal. Veranstaltungsprogramm 2. Halbjahr (pdf)

Veranstalter:innen: Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal in Kooperation mit Center for International Studies in Social Policy and Social Services der Bergischen Universität Wuppertal, Arbeit und Leben Berg-Mark, Rosa Luxemburg-Stiftung NRW, AStA der Bergischen Universität Wuppertal, GEW Stadtverband Wuppertal, Armin T. Wegner-Gesellschaft.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0203 3177392